Sabine Kuehnle

Mich interessiert das geschriebene Wort, das zu Material verwandelt und anschließend räumlich zu einer erfahrbaren Erzählung verdichtet wird. Oft sind es Mythen aus unterschiedlichen kulturellen Kontexten, die mir als Folie für grundsätzliche Fragestellungen bezüglich der menschlichen Existenz dienen. Wie wirken, zum Beispiel, die Zusammenhänge zwischen Natur, Mensch und Mythologie heute? In welchen Formen drückt sich unser existenzielles Erinnern aus? In meinen Arbeiten verbinde ich rationales und mythisches Denken. Wie die Surrealisten vereine ich unterschiedliche Elemente und löse Grenzen zwischen dem Bewussten und dem Unbewussten auf. SK

Using installations and works on video and paper, artist Sabine Kuehnle questions the process-like, the fundamental, the perception of human conditions, both with regard to the individual and to society. She never asserts anything unequivocally, but always allows room for the viewer‘s own personal feelings and thoughts. This freedom is in tune with Sabine Kuehnle‘s general working style. She opens up her senses and collects impressions, thoughts and objects, going on the trail of moods and feelings. Often, things that were originally merely incidental get caught up in the whole, associatively linked with other fragments and then assimilated into her pictures. On numerous occasions, these fragmented elements then become integrated into new compositional relationships, becoming part of new contexts. Her artistic works often directly or indirectly reference literature, traditional contexts within the history of art and the everyday world we live in. The symbolic power of the individual elements plays a major role in this and every single one of her works is permeated by symbolic references.
Astrid Becker

In Installationen, Video- und Papierarbeiten befragt die Künstlerin Sabine Kuehnle das Prozesshafte, das Grundsätzliche, die Wahrnehmung menschlicher Zustände, sowohl auf den Einzelnen als auch auf die Gesellschaft bezogen. Nie stellt sie eine feste Behauptung auf, immer lässt sie freien Raum für die eigenen Empfindungen und Gedanken des Betrachters. Diese Freiheit entspricht der generellen Arbeitsweise Sabine Kuehnles. Sie sammelt mit offenen Sinnen Eindrücke, Gedanken und Gegenstände, spürt Stimmungen und Empfindungen nach. Häufig bleibt Beiläufiges haften, das während des Arbeitsprozesses mit anderen Fragmenten assoziativ verknüpft und bildnerisch umgesetzt wird. Dabei werden die Bruchstücke oftmals in ein neues Beziehungsgefüge eingegliedert und rekontextualisiert. Die künstlerischen Arbeiten besitzen oft direkte oder indirekte Bezüge zur Literatur, zu einem traditionellen kunstgeschichtlichen Kontext und zur alltäglichen Lebenswelt. Dabei spielt die Symbolkraft der einzelnen Elemente eine große Rolle und jedes ihrer Kunstwerke ist von sinnbildlichen Bezugnahmen durchdrungen.
Astrid Becker

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